Eine "etwas andere" Rassebeschreibung des Dackel:

Platzsparender Kompakthund, dessen äußere Erscheinung in verblüffendem Kontrast zu seiner Kampfkraft und seiner inneren Größe steht.

Apport:
Befehlswort aus der Herrchen-Sprache, das ein selbstbewusster Dackel konsequent ignoriert. Während sklavische Schäferhunde sich nicht zu schade sind, jedem albernen Stöckchen hinterher zuspringen und es ihrem Herrn gehorsam vor die Füße legen, reagiert der Dackel nur mit Kopfschütteln. Das Apportieren (lat. = "herbringen") liegt weit unter der Würde des Dackels, demgegenüber widmet er sich dem Deportieren (lat. = "wegbringen") mit großer Hingabe und Ausdauer. Deportiert werden zum Beispiel Socken, Hausschuhe, Unterhosen, Schals und dergleichen - und das so gründlich, dass Herrchen immer wieder viel Freude bei diesem heiteren Suchspiel hat.
 
Bellen:
Ein in zahllosen Facetten schillernder Wohllaut, mit dem man andere Hunde nervös machen, schlafende Herrchen wecken, aber auch die lieben Nachbarn erfreuen kann. Für ein nur mit geringer Körpergröße gesegnetes Tier wie den Dackel ist das Bellen eine unbedingte Notwendigkeit, um auf die eigene Existenz aufmerksam zu machen. Je kleiner ein Hund ist, um so ausgiebiger kann er bellen. Hunde, die nicht bellen, bekommen Magengeschwüre.
 
Dackelblick:
Eine der wirkungsvollsten Waffen des Dackels, die schon sprichwörtliche Bedeutung gewonnen hat. Es handelt sich dabei um einen besonders raffinierten Augenaufschlag, mit dem man fast alles erreicht, was man sich zum Ziel gesetzt hat. Man muß dabei soviel Wehmut, Verlorenheit und Melancholie in die Augen legen, daß kein Mensch einem Wunsch widerstehen kann. Der Dackelblick wird eingesetzt, um an den Köstlichkeiten teilhaben zu können, die Herrchen und Frauchen mittags und abends verschmausen oder auch, um bei Ausflügen und Reisen nicht zurückgelassen zu werden. Der durchschlagende Erfolg des Dackelblicks hat zu vielfältigen Nachahmungen geführt. Auch Menschen setzen ihn gelegentlich ein, um Mitleid zu erregen. Nie aber erreichen sie die Innigkeit und Glaubwürdigkeit des Originals.
 
Eigensinn:
Vornehmste Eigenschaft des Dackels, die sich durch das über Generationen hinweg übliche Wirken in Wald und Flur herausgebildet hat. Unverständige Menschen benutzen dafür auch den Ausdruck "Ungehorsam". In Wirklichkeit ist der Eigensinn des Dackels nur ein Zeichen einer besonders ausgeprägten Willensstärke, die sich jeder Bevormundung erfolgreich verweigert.
 
Hinterlist:
Taktische Meisterleistung des Dackels, mit der dieser seine körperliche Unterlegenheit wett macht. Während der Gegner - sei es ein fetter Kater, ein voluminöser Hunderivale oder ein missgünstiger Mensch - sich hohnlächelnd im Bewusstsein seiner Stärke sonnt, schlägt der Dackel blitzschnell aus dem Hinterhalt zu und zieht sich, sobald die gegnerischen Kräfte verstärken, umgehend wieder in denselben zurück. Diese bisweilen geschmähte Verhalten knüpft würdig an den Triumph Davids über Goliath an.
 
Pfui:
Sammelbegriff für alles, was Spaß macht, wie zum Beispiel Leute anspringen, Leckereien stibitzen, Hühner jagen oder aufs Sofa hüpfen. Wenn man Herrchen und Frauchen Glauben schenkt, besteht die Welt zum größten Teil aus Pfuis.
 
Querkopf:
Wesen, das sich normalen Maßstäben verweigert und grundsätzlich seinen eigenen Willen durchsetzt. Während dieses Bestreben bei den Menschen philosophisch und politisch bemäntelt wird, lebt es der Dackel in Reinkultur vor.
 
Taktik:
Die Kunst, den Menschen das Gefühl zu geben, man wäre ihr ergebener Diener, und sie zugleich unmerklich so zu dressieren, dass sie in Wirklichkeit selbst zum Diener werden.
 
Unschuld:
Dauerzustand von Dackeln, der insbesondere durch den unschuldigen Blick an Glaubwürdigkeit gewinnt. Ganz egal, ob er den Teppichboden mit schmutzigen Pfoten betreten, eine Blumenvase umgeworfen oder einen Gast gebissen hat:
 
Der Dackel ist immer und grundsätzlich unschuldig!

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